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Pool mit Photovoltaik heizen
Du hast schon eine Photovoltaikanlage? Dann kann eine Pool-Wärmepumpe besonders interessant sein, weil Pool und PV im Sommer gut zusammenpassen.
PV ist keine eigene Poolheizung.
Die Photovoltaikanlage erwärmt das Wasser nicht. Sie liefert Strom, mit dem zum Beispiel die Wärmepumpe läuft. Je mehr davon tagsüber aus deiner eigenen Anlage kommt, desto weniger Strom kaufst du dafür zu.
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Länge × Breite × durchschnittliche Tiefe = ungefährer Wasserinhalt. Bei runden Pools: Durchmesser × Durchmesser × 0,785 × Tiefe.
So funktioniert Heizen mit PV
Die Wärmepumpe holt Wärme aus der Luft und braucht dafür Strom. Wie viel, sagt der COP: Eine Wärmepumpe mit 8,5 kW Heizleistung zieht bei COP 4 bis 6 ungefähr 1,4 bis 2,1 kW Strom. Liefert deine PV-Anlage in dem Moment mehr, als das Haus braucht, läuft der Pool mit eigenem Strom.
Eigenverbrauch statt Einspeisen
Jede kWh, die die Wärmepumpe aus deiner PV-Anlage nimmt, musst du nicht für ca. 0,35 € kaufen. Dafür bekommst du für sie keine Einspeisevergütung. Der Vorteil ist also der Unterschied zwischen beiden Preisen.
Tagsüber laufen lassen
Damit der Solarstrom genutzt wird, sollte die Wärmepumpe vor allem in den sonnigen Stunden laufen, per Zeitschaltuhr oder über eine Steuerung, die den PV-Überschuss erkennt. Eine Inverter-Wärmepumpe kann ihre Leistung dabei an den verfügbaren Strom anpassen.
Das Poolwasser als Wärmespeicher
Wasser speichert viel Wärme: Ein 40-m³-Pool nimmt pro Grad ca. 46,5 kWh auf. Heizt du ihn an einem sonnigen Tag um 1 bis 2 Grad über die Wunschtemperatur, ist das ein Vorrat für den nächsten trüben Tag. Damit er nicht über Nacht verpufft, gehört eine Abdeckung drauf.
Wetter und Saison
Von Mai bis September liefert eine PV-Anlage am meisten, genau dann wird gebadet. An trüben Tagen reicht der Überschuss oft nicht; dann läuft die Wärmepumpe mit Netzstrom oder pausiert, und der Puffer im Wasser überbrückt.
Dimensionierung
Die Leistung der Wärmepumpe richtet sich nach dem Pool, nicht nach der PV-Anlage. Wir würden sie nicht zu knapp dimensionieren; wie viel Reserve sinnvoll ist, hängt von Pool, Abdeckung, Saison und gewünschter Aufheizzeit ab. Eine zu große Pumpe für eine kleine PV-Anlage läuft dagegen öfter mit Netzstrom. Welche Leistung dein Pool braucht, zeigt der Rechner oben oder der Wärmepumpen-Rechner.
Was es kostet
Ein 40-m³-Pool, beheizt von Mai bis September und nachts abgedeckt, braucht im Modell ca. 670–1.000 kWh Strom pro Saison. Wie viel davon aus der PV kommen kann, hängt von Anlage, Ausrichtung und Haushalt ab. Läuft z. B. die Hälfte über die PV, kaufst du nur noch ca. 335–500 kWh zu. Stromverbrauch im Detail →
Wann ist PV für den Pool besonders sinnvoll?
- Du hast schon eine PV-Anlage und mittags regelmäßig Überschuss.
- Du badest von Mai bis September und willst eine Wärmepumpe.
- Der Pool wird nachts abgedeckt.
- Die Wärmepumpe lässt sich zeitlich oder nach Überschuss steuern, am besten als Inverter.
Eine PV-Anlage nur für den Pool zu kaufen, ist eine größere Rechnung, die wir hier nicht pauschal beantworten.